Häufige Fragen zu Holzterrassen

Geriffelte oder glatte Oberfläche – was ist besser?

Welche Oberflächenstruktur man für seine Holzterrasse wählt, hängt natürlich im Wesentlichen von den persönlichen Vorlieben ab. Allerdings weisen glatte Terrassendielen im Vergleich zu geriffelten Oberflächen einige Vorteile auf.

So besteht bei geriffelten Oberflächen eine hohe Splittergefahr. Bei dieser Oberflächenart entstehen nämlich unweigerlich Spreißeln und kleine Splitter, die zu Verletzungen führen können. Bei Dielen mit einer glatten Oberfläche gibt es diese Gefahr kaum – vor allem, wenn das Holz nach dem Verlegen geschliffen wird. Außerdem sind glatte Oberflächen leichter zu pflegen. In der Riffelung setzt sich nämlich gern Laub, Erde und Blütenstaub ab. Außerdem können an den feuchten Stellen Moosablagerungen entstehen, die die Reinigung der Terrassenoberfläche deutlich erschweren.

Gemeinhin nimmt man an, dass bei glatten Oberflächen eine größere Rutschgefahr besteht als bei geriffelten. Das trifft allerdings nicht zu, denn es sind die geriffelten Flächen, auf denen sich im Winter leicht Eis bilden kann. Darüber hinaus sind Dielen mit einer glatten Oberfläche deutlich langlebiger als geriffelte Dielen. Eine Riffelung schwächt nämlich die Dielenoberfläche, was bereits nach ein bis zwei Jahren sichtbar wird. Die Rillen wirken dann abgelaufen und abgenutzt.

Welche Holzart ist die richtige?

Die verschiedenen Holzarten unterscheiden sich nicht nur in Maserung und Farbe, sondern besitzen auch unterschiedliche physikalische Eigenschaften. Im Außenbereich ist der Terrassenbelag unmittelbar der Witterung ausgesetzt. Aus diesem Grund sollten nur hochwertige Hölzer verbaut werden. Auch hinsichtlich ihrer Neigung zur Riss- und Splitterbildung und ihres Schwund- und Quellverhaltens unterscheiden sich die verschiedenen Hölzer deutlich.

Zu den Holzarten, die für Terrassen im Außenbereich besonders gut geeignet sind, zählen Harthölzer wie Teak, Ipe und Bambus. Ein ebenfalls oft gewähltes Holz in Bangkirai. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Holzart, sondern vielmehr um einen Oberbegriff, der für verschiedene Baumsorten steht. Generell gilt, dass es sich bei Bangkirai um Hartholz handelt, das mindestens 10 bis 15 Jahre lang haltbar ist. Bangkirai ist allerdings kein sonderlich stabiles Holz. Außerdem neigt es dazu, sich zu verdrehen, was zur Bildung von Rissen führen kann. Aus diesem Grund sollte beim Bau einer Holzterrasse von der Verwendung von Bangkirai abgesehen werden.

Welches Befestigungssystem ist das beste?

Grundsätzlich lassen sich Terrassendielen auf zwei verschiedene Arten befestigen: sichtbar und unsichtbar. Die Sichtverschraubung ist zwar die häufigste Befestigungsart, weist allerdings einige Nachteile auf. So kann in den Schraubenköpfen Regenwasser stehen bleiben und auf Dauer Fäulnis verursachen. Bei diesem Befestigungssystem gibt es außerdem keinen Abstand zwischen der Unterkonstruktion und den Dielen. Dies kann dazu führen, dass Feuchtigkeit kapillar aufsteigt. Hierdurch kann auf lange Sicht hin ebenfalls Fäulnis entstehen.

Diese Probleme gibt es bei der unsichtbaren Befestigung nicht. Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit ist nahezu nicht möglich. Im Deckbelag gibt es nämlich keine sichtbaren Schrauben. Außerdem sorgt der Befestigungsclip dafür, dass sich zwischen Unterkonstruktion und Diele ein Abstand befindet.

Welche Unterkonstruktion ist die richtige?

Auf jeden Fall sollte eine Unterkonstruktion gewählt werden, die hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften den Terrassendielen ähnelt. Bestehen diese beispielsweise aus Hartholz, sollte für die Unterkonstruktion ebenfalls Hartholz verwendet werden. Durch die Ähnlichkeit der Hölzer lassen sich auftretende Kräfte nämlich am besten kompensieren.

Das Holz ölen oder vergrauen lassen?

Ob man die Holzoberfläche ölt oder vergrauen lässt, ist bei Harthölzern lediglich eine Frage der Optik. Harthölzer sind nämlich von Natur aus sehr hart und besitzen zudem einen hohen Eigenfettanteil. Deshalb erreicht man mit der Behandlung mit Öl eine nur geringe zusätzliche Schutzfunktion. Anders verhält es sich bei Nadelhölzern wie Douglasie oder Lärche. Diese Holzarten besitzen eine geringere Dichte und sind offenporiger. Aus diesem Grund nehmen sie Öl besonders gut und vor allem gleichmäßig auf. Dadurch lässt sich durch das Ölen die Haltbarkeit des Holzes deutlich verlängern.

Wie oft sollte das Holz geölt werden?

Bei Terrassenbelägen auf Hartholz hat die Ölbehandlung auf die Dauerhaftigkeit des Holzes keinen Einfluss. Wie oft das Holz geölt wird, hängt somit ganz vom persönlichen Geschmack ab. Holz, das nicht geölt wird, vergraut nämlich unweigerlich.

Wer die Terrassenoberfläche nicht vergrauen lassen will oder einen Belag aus Nadelhölzern wählt, sollte das Öl zwei- bis viermal pro Jahr ölen.

Wie sollte man die Holzterrasse reinigen?

Für die Reinigung einer Terrasse aus Hartholz kann man problemlos einen Hochdruckreiniger verwenden. Bei Weichhölzern eignet sich zur Beseitigung von grobem Schmutz am besten ein Besen.

Warum bilden sich auf der Oberfläche der Terrassendielen Haarrisse?

Dass sich in der Holzoberfläche feine Risse bilden, ist völlig normal und nahezu unvermeidbar. Grund hierfür ist die Witterung, denn über das Jahr verteilt ist das Holz Temperaturen zwischen -20°C und +40°C ausgesetzt. Diese Temperaturschwankungen sorgen für eine unterschiedlich hohe Luftfeuchtigkeit. Unter diesen Bedingungen fangen selbst hochwertigste Hölzer an zu schwinden und zu quellen, was wiederum zu Rissen in der Oberfläche führen kann.